
Befreiender Schrei
Wir haben verlernt das erlösende Schreien,
Das Schreien des Schmerzes, das Jauchzen der Lust;
Wir bergen den Jammer, verstecken die Wonne
Verängstigt in misstrauenumpanzerter Brust.
verlogenes Lächeln verhüllt unser Leid,
versteinte Gesichter verleugnen die Freude
Und Lärm ist der Einsamkeit trügendes Kleid.
Aus Blöcken des Schweigens und Wortgekitt –
Sah keiner, wie hinter den trennenden Wänden
An seinem Alleinsein jeglicher litt.
Und Mauern des Schweigens – einst reißt sie entzwei,
Aus Tiefen allmenschlicher Sehnsüchte brechend,
Aufrüttelnder, stürmender, rettender Schrei!








