Seliger Gemeinde

Die BRÜCKE - unsere Mitglieder- information

Zur aktuellen Ausgabe!

Zum Brücke-Archiv!

Präsidium / Vorstand / Jury

Die am 18. Oktober 2025 gewählte Vorstandschaft finden Sie hier!

Die Jury zur Vergabe des Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreises finden Sie hier!

meeting brno 2025

Veröffentlicht am 04.06.2025 in Allgemein

Am Gedenkort Kaunitz-Kolleg/Kounicovy koleje: Bundesvorsitzende Christa Naaß (2.v.re.), der vertriebenenpolitische Sprecher der BayernSPD Volkmar Halbleib (2.v.l.), Bundesgeschäftsführer Rainer Pasta (re.) sowie Monika Feist (Mitte) und Bernd Klippel (li.)

 

Gemeinsam aller Opfer gedenken
Auch dieses Jahr fand im Rahmen des Festivals „Meeting Brno“ ein Gedenkakt am Kaunitz-Kolleg/Kounicovy koleje statt. Errichtet wurde es als Studentenwohnheim in den Jahren 1922 und 1923. Während der Protektoratszeit war es von 1939 bis 1945 ein Internierungs- und Straflager der Gestapo. Bis zum April 1945 durchliefen Zehntausende von Gefangenen das Kaunitz-Wohnheim bevor sie in andere deutsche Konzentrationslager abtransportiert wurden. Hunderte Personen, Widerstandskämpfer und tschechische Patrioten starben hier einen gewaltsamen Tod. Doch auch nach Kriegsende diente das Gebäude weiter als Lager. Nun waren es Deutsche, die hier litten oder gar zu Tode. Auch an die unschuldigen deutschen Opfer nach Ende des Weltkrieges sollte mit diesem Akt erinnert werden.

Im Jahre 1976 wurde dort ein Denkmal im Innenhof enthüllt, welches an den „Sieg über den Faschismus" erinnerte. Seit 1978 ist dieser Ort ein „Nationales Kulturdenkmal“.

Zum 80. Jahrestag des Brünner Versöhnungsmarsches regten die Organisatoren des Meeting Brno an, „dass es langsam an der Zeit wäre, hier nicht nur der Opfer des Faschismus zu gedenken, sondern an alle Opfer von Faschismus, Krieg und Vertreibung zu erinnern“ und dass es an den Tschechen läge, das hier zu ändern.

„Geschichte entlügen"

Der vertriebenenpolitische Sprecher der Bayern-SPD-Landtagsfraktion Volkmar Halbleib meinte dazu: „Die Geschichte lässt sich nicht teilen. Wir müssen auf beiden Seiten – und das hat auch schon stattgefunden – die Geschichte entlügen und uns der Wahrheit stellen“. Halbleib erläuterte weiter, warum es wichtig sei, sowohl der deutschen Opfer als auch der Opfer der Nazis zu gedenken.

Am ehemaligen Kaunitz-Wohnheim in Brünn legten am Sonntag, zum Abschluss des Versöhnungsmarsch-Wochenendes, Deutsche und Tschechen Kränze und Blumen an der Gedenkstätte nieder.

Alexanders- bader Forum

Forum Bad Alexandersbaddie Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start

Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.

mehr dazu hier!

Lorem ipsum

Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.

Mehr dazu hier!