Seliger Gemeinde

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Projekt 2025 "Nie wieder!" - EsGehtUmAlles

Veröffentlicht am 02.10.2025 in Allgemein

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Einladung zur Ausstellung

Dienstag, 21. Oktober 2025 18:00 - Dienstag, 18. November 2025 15:00

K2 Kulturkiste Pirna - 2, Kirchgasse, Sonnenstein, Pirna, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen 01796, Deutschland

 

GHT Frühe Werke von Georg Hans Trapp, des Zeichners von Flossenbürg

Eine Ausstellung der Seliger-Gemeinde

Mit dreizehn ausgewählten Beispielen zeigt die Seliger-Gemeinde seit 2025 eine kleine Ausstellung der wichtigsten Arbeiten des sudetendeutschen Graphikers und Malers Georg Hans TRAPP. Diese wurden in der Zwischenkriegszeit (1920 bis 1930) erstellt.
 

Georg Hans (Johann) TRAPP wurde am 1. Dezember 1900 in Tischau (Mstišov) in der Nähe von Eichwald (Dubi), Bezirk Teplitz geboren. Sein Vater war Hüttenarbeiter. Die Familie lebte in einfachen Verhältnissen. TRAPP erlernte zunächst den Beruf Glasgraveurs. Er bildete sich weiter mit einem Studium an der Berufsfachschule für Keramik und Kunstgewerbe in Teplitz-Schönau. Weiter ging es an der Akademie für Malerei in Rom und anschließend war er bei Victor SLAMA zur Ausbildung in Wien. TRAPP kehrte zurück nach Teplitz-Schönau. Er wurde zum Illustrator der sudetendeutschen Sozialdemokratie und schuf für verschiedene Zeitungen, darunter den Sozialdemokrat Prag, Buchtitel, Jahrbücher und zahlreiche Bilder mit politischem Anspruch.

In der Teplitzer Jugendorganisation des Sozialistischen Jugendverbandes der Sozialdemokratie war er der TRAPPSCHORSCH und tonangebend. Er hatte weitere vielseitige künstlerische Talente, konnte z.B. rezitieren und musizieren. In den 1930er Jahren arbeitete er als Zeichner für die Teplitzer Zeitung FREIHEIT und andere sozialdemokratische Publikationen. Er schuf Plakate, Graphiken und z.B. auch 1936 für den Reichsjugendtag in Bodenbach ein Bühnenbild. Durch diese Arbeit und politische Aussagen war er das Ziel nationalsozialistischer Verfolgung.

Nach dem Münchner Abkommen emigrierte TRAPP mit seiner Lebensgefährtin Hanne nach Norwegen. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht konnten TRAPP und seine Frau sich nicht nach Schweden retten, sie wurden bald in Norwegen inhaftiert und nach Deutschland verschleppt. TRAPP kam u.a. in das KZ Flossenbürg. Er erlebte den Todesmarsch nach Dachau. Dort sah ihn Alois ULLMANN, er rettete ihn vor dem Tod.

In Dachau unterzeichnete TRAPP am 8. Mai 1945 eine Erklärung der im KZ inhaftierten Deutschen aus der Tschechoslowakei, in der diese den Willen zum Neubeginn zum Ausdruck brachten. Es ging um den gemeinsamen Wiederaufbau in der CSSR. Seine Frau überlebte das KZ Ravensbrück und andere Frauenlager. 1945 kehrten sie zusammen kurz in die CSSR zurück, übersiedelten dann nach GRÄNNA in Schweden und dort setzte TRAPP seine künstlerische Arbeit in vielfältiger Weise fort. Anfänglich fertigte er beeindruckende Skizzen über das Leid der Häftlinge. Eine erste Ausstellung der Seliger-Gemeinde entstand unter dem Titel „Antlitz der Opfer“.

In Schweden lebte er als anerkannter Künstler und seine Arbeiten veränderten sich. Er wandte sich überwiegend der Malerei zu. Er hat in Schweden künstlerische Spuren, auch in Kirchen und Gebäuden, hinterlassen.

Georg TRAPP starb am 17. September 1977 in Gränna/Schweden.

Mehr Informationen: https://www.esgehtumalles.eu/ausstellung-georg-hans-trapp/

Alexanders- bader Forum

Forum Bad Alexandersbaddie Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start

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Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.

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