
»GHT – Frühe Werke von Georg Hans Trapp, des Zeichners von Flossenbürg«
Die Seliger-Gemeinde und das Tschechische Generalkonsulat Düsseldorf laden zur Ausstellung zu „Frühen Werken von Georg Hans Trapp, des Zeichners von Flossenbürg“, ins Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf ein.
Laufzeit: 23. März – 20. April 2026
Eröffnung: 23. März, 16 Uhr, in Anwesenheit einer Vertreterin des Generalkonsulats der Tschechischen Republik Düsseldorf und der Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde, Helena Päßler.
Eröffnungsrede: Frau Erika Kalkofen - Frahne, Mitglied des Bundesvorstandes der Seliger-Gemeinde, über Werk und Leben des Georg Hans Trapp
Zur Ausstellung:
In vierzehn ausgewählten Beispielen verweist die Seliger-Gemeinde auf die politische Druckgrafik des sudetendeutschen Künstlers Georg Hans TRAPP, die zwischen 1931 und 1938 entstanden.
Georg Hans Trapp war ein Grafiker und Maler, der sich in 1930er Jahren in der Arbeiterbewegung engagierte. Seine Jugend hat er in Nordböhmen verbracht. Als Zeichner für verschiedene sozialdemokratische Zeitungen und Zeitschriften in der Zwischenkriegszeit wurde er vom Naziregime verfolgt. Zuerst floh er nach Norwegen. Als dort die Wehrmacht im Jahre 1943 einmarschierte, wurde er dann verhaftet und an mehreren Orten inhaftiert, u. a. in KZ – Flossenbürg und zuletzt in Dachau.
Nach dem 2. Weltkrieg kehrte er in die Tschechoslowakische Republik zurück, aber kurz danach zog er mit seiner Ehefrau nach Gränna in Schweden um, wo er bis zu seinem Tod 1977 lebte und schuf. Seine künstlerische Bahn setzte er auch in Schweden fort. Hier sind Zeichnungen entstanden, mit denen er sich mit seinen grausamen Kriegs-Erlebnissen auseinandersetzte. Als ein anerkannter Künstler wurde er im Bereich der Malerei tätig und seine Werke findet man auch in Kirchen und öffentlichen Gebäuden.
Mit dieser Ausstellung der Seliger Gemeinde wird ihr ehemaliges Mitglied geehrt, der auch nach seiner Auswanderung Kontakte zu seinem Freundeskreis pflegte und der den Ersten Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis 1968 erhielt.