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Ausstellung GHT

Veröffentlicht am 29.04.2026 in Allgemein

Martin Rak betrachtet nach der Ausstellungseröffnung die Grafiken von Georg Hans Trapp

 

Leben und Illustrationen von Georg Hans Trapp

Ausstellungseröffnung in Dubí/Eichwald - Würdigung eines widerständigen Künstlers

Zur Eröffnung der Ausstellung „GHT - Georg Hans Trapp, der Zeichner von Flossenbürg“ versammelte sich am 28. April 2026 eine kleine, aber interessierte Runde im „Blauen Haus“, dem Informationszentrum und Porzellanmuseum im Dubí/Eichwald.

Im Zentrum stand ein Gespräch mit dem Historiker Dr. Thomas Oellermann, das in tschechischer Sprache geführt wurde und den Auftakt zu einer Ausstellung früher Illustrationen von Georg Hans Trapp bildete. Der aus Dubí – dem ehemaligen Eichwald – stammende Künstler wurde in Tischau geboren, einem Ort, der heute als Ortsteil zu Dubí gehört. Trapp hatte sich mit seinen Zeichnungen offen gegen den Nationalsozialismus gestellt. Sein Lebensweg führte ihn in das Konzentrationslager Flossenbürg, eine Erfahrung, die sich tief in sein späteres Werk einschrieb.

Dass die Ausstellung nicht nur historisches Interesse weckt, zeigte sich auch an den Gesprächen am Rande. Der junge Bürgermeister der Stadt berichtete von Plänen für einen künftigen „Weg der berühmtesten Söhne und Töchter“, in den auch Trapp aufgenommen werden soll – ein Zeichen dafür, dass die Stadt beginnt, ihr kulturelles Erbe sichtbarer zu machen. Unter den Gästen war auch Martin Rak, ein langjähriger Wegbegleiter gemeinsamer Projekte. Zwei weitere Besucher erinnerten sich noch persönlich an das alte „Hotel Imperator“, den Gründungsort der DSAP – der Mann hatte dort sogar seine Schulzeit verbracht –, wodurch sich eine unmittelbare Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart spannte. Ein Stadtratsmitglied aus Teplitz-Weißkirchlitz brachte zudem eine Stadtteilzeitung mit, in der er über den legendären Arbeiterfußballklub Gleichheit Weißkirchlitz (ATUS) geschrieben hatte – ein weiteres Stück regionaler Geschichte, das an diesem Abend seinen Platz fand.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Mai 2026 im Haus des Porzellans (Tovární 620/15a, 417 01 Dubí) zu sehen.

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