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Die Seliger-Gemeinde in NRW

Veröffentlicht am 25.04.2026 in Allgemein

Film-Plakat   - -   Generalkonsulin  Kristina Larischová (li.) mit Erika Kalkofen-Frahne (re.). - (Foto: Generalkonsulat)

„VLNY“ erinnert an den Prager Frühling
Ein preisgekrönter Film über Hoffnung, Repression und die Macht des Rundfunks

Am 20. April 2026 präsentierte das Tschechische Generalkonsulat in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Düsseldorf den mehrfach ausgezeichneten Film VLNY / WAVES (Wellen, 2024, Regie: Jiří Mádl) in der Herzkammer der Zentralbibliothek. Die Einladung erfolgte auch als Resonanz auf die gute Zusammenarbeit mit der Seliger-Gemeinde, die durch Erika Kalkofen‑Frahne vertreten war.

VLNY nimmt das Publikum mit in die dramatischen Monate des Jahres 1968 in Prag – eine Zeit, in der die Hoffnungen auf einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ unter Alexander Dubček aufkeimten und sich breite Teile der Gesellschaft vorsichtig öffneten. Die Geschichte des Films konzentriert sich auf jene Menschen, die im tschechoslowakischen Rundfunk arbeiteten und damit an einem der sensibelsten Nervenzentren des Landes saßen.

Mit dokumentarischer Präzision und starkem erzählerischem Druck schildert der Film, wie die Redakteurinnen und Redakteure von RADIO PRAG den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes erlebten. Ihre Entscheidungen zwischen Loyalität, beruflicher Verantwortung und persönlichem Mut bilden den Kern der Handlung. Die Radioredakteure kämpfen wortwörtlich um jede Sendeminute, um das Land über die tatsächlichen Vorgänge zu informieren – trotz zunehmender Bedrohung, Überwachung und direkter Repression.

Gerade diese Mischung aus historischer Authentizität, emotionaler Wucht und dem Fokus auf jene, deren Stimmen im August 1968 ein letztes Zeichen des Widerstands waren, macht den Film so eindrücklich.

Die Schriftstellerin Alena Zemančíková, die als Redakteurin bei RADIO PRAG tätig war, eröffnete den Abend. In ihrer Einführung ordnete sie die im Film dargestellten Ereignisse ein und verband persönliche Perspektiven mit historischen Hintergründen. Der Film wurde in tschechischer Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Veranstaltung wurde durch den Tschechisch-Deutschen Zukunftsfonds unterstützt.

Der Saal war sehr gut besucht, darunter viele tschechischsprachige Gäste sowie Generalkonsulin Kristina Larischová und ihre Mitarbeiterin Katerina Drecker‑Chlubna.

„Wolfgang und ich – begleitet von einem Dortmunder Ehepaar – nahmen an der Vorführung teil. VLNY erwies sich als authentisches, atmosphärisch dichtes und tief bewegendes Filmerlebnis, das die Rolle des Rundfunks im Prager Frühling mit großer Kraft sichtbar macht“, so Erika Kalkofen-Frahne zum Filmbesuch. Der Politthriller der tschechisch-slowakischen Koproduktion hatte seine Premiere beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary Anfang Juli 2024 und erhielt den Právo-Publikumspreis.

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