
Christa Naaß gratuliert ihrer Kollegin im Bundesvorsitz zum 70.ten
Helena Päßler, Ko-Vorsitzender der Seliger-Gemeinde, der Gesinnungsgemeinschaft Sudetendeutscher Sozialdemokraten und Mitglied im Deutsch-Tschechischen Gesprächsforum wurde am 11. Juli 70 Jahre alt.
Geboren wurde sie in Teplitz-Schönau/Teplice/Tschechoslowakei. Mit 12 Jahren verließ sie mit ihrer Familie Tschechien und fand in Hessen ihre zweite Heimat.
Ihr Großvater Mathias Kotz engagierte sich im „Konsumverein Teplitz-Schönau‘“, wohnte in Prasseditz und gehörte noch zum Umfeld von Josef Seliger, der viele Jahre bis zu seinem Tode Obmann und Aufsichtsrat dieses Konsumvereins war.
Von daher war der Bezug zur späteren Seliger-Gemeinde bei Helena schon früh angelegt. Helena Päßler pflegte mit ihrer Mutter jahrelang das Grab von Josef Seliger auf dem Schönauer Friedhof in Wisterschan/Bystřany.
Realschule, später Gymnasium in Wiesbaden. Lehramtsstudium in Mainz in den Fächern Deutsch und Geografie, so stellte sich der weitere Lebensweg von Helena Päßler dar. Nach dem Studium war sie eine Zeit lang Volkshochschuldozentin, ab 1992 an der Heinrich-Kleist-Schule tätig, über viele Jahre dort als Schulleiterin. Dass Helena Päßler einen langen Atem hat, zeigte sie auch in dieser Funktion: Zusammen mit dem Elternbeirat hatte sie sich über 10 Jahre lang dafür eingesetzt, dass ihre Schule eine Integrierte Gesamtschule wurde. Zum Schuljahr 2017/2018 hatte es endlich funktioniert.
Das Ziel der SPD-Politikerin war immer eine „Schule für alle“, denn „kein Kind darf verloren gehen“.
An ihrer Schule baute sie eine Abendhauptschule zur Erwachsenenbildung vor allem für Migrantinnen und Migranten auf. Regelmäßig lud sie Zeitzeugen in ihre Schule ein, „denn“, so Helena Päßler, „nicht zu vergessen und für Frieden und Demokratie einzutreten, ist aus meiner Sicht das Wichtigste, was jungen Menschen seitens der Pädagogen vermittelt werden kann“.
Seit dem Jahr 2007 ist die Jubilarin, die einen Sohn und eine in den USA lebende Zwillingsschwester hat und sich intensiv um ihre hochbetagte Mutter kümmert, Mitglied der Seliger-Gemeinde, gehörte dem Bundesvorstand an und ab Oktober 2019 ist sie Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde; von 2019 bis 2022 zusammen mit Dr. Helmut Eikam, der im Herbst 2022 den Stab an Christa Naaß weitergab.
Seitdem wird die Seliger-Gemeinde von einer weiblichen Doppelspitze geführt.
Christa Naaß dankt Helena Päßler persönlich für das gute und vertrauensvolle Miteinander und vor allem für ihre Bereitschaft, die Seliger-Gemeinde weiterzuentwickeln und auch neue Schritte zu gehen. „Tradition und Innovation schließen sich nicht aus“, so Ko-Vorsitzende Christa Naaß. Dafür steht Helena Päßler. Sie wies außerdem darauf hin, wie wichtig es ist, dass Helena Päßler die Ideen der Seliger-Gemeinde auch in anderen Gremien, wie zum Beispiel in das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum einbringt und auch regelmäßig an Sitzungen und Veranstaltungen des Sudetendeutschen Rates teilnimmt und damit einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung, Verständigung und des Miteinanders leistet.
„Das wichtigste Bestreben der Seliger-Gemeinde ist das friedliche Zusammenleben zwischen den Völkern“. Diese Forderung setzt sie ganz praktisch persönlich um durch Ukraine-Hilfsaktionen mit ihrem Sohn Mathias, durch ihre Mitgliedschaft im Vorstand von „Zeichen der Hoffnung“, einer evangelischen Initiative, die für eine bessere Zukunft von Polen und Deutschen arbeitet, sowie im Kulturring des Hauses der Heimat in Wiesbaden.
„Wir danken unserer Vorsitzenden für ihr großartiges Engagement und wünschen Ihr und uns, dass sie noch viele Jahre für die Seliger-Gemeinde und für die Verständigung zwischen den Völkern arbeiten kann“, so Christa Naaß.
Christa Naaß -Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde