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Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis 2025

Veröffentlicht am 14.10.2025 in Allgemein

Bei der Wenzel-Jaksch-Preisverleihung: (v.li.) Volkmar Halbleib, MdL, Bundesvorsitzende Christa Naaß, Preisträger Petr Brod und Laudator Dr. Peter Becher

 

Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis 2025 für Petr Brod

SPD-Landtagsfraktion zeichnet verdiente Brückenbauer aus - Laudatio von Dr. Peter BecherDiesjähriger Träger sowohl des Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreises der Seliger-Gemeinde als auch des Brückenbauer-Preises der SPD-Landtagsfraktion ist der Publizist und Chronist Petr Brod. Er hat als Journalist, Historiker und Kommentator mit Wissen, Feingefühl und Integrität das Verständnis und Vertrauen zwischen Tschechen und Deutschen gestärkt.

„Als Korrespondent und Redakteur bei der BBC, Radio Freies Europa und der Süddeutschen Zeitung hat er über Jahrzehnte politische, gesellschaftliche und historische Entwicklungen präzise und ausgewogen beleuchtet. Seine Berichte und Analysen halfen, Ereignisse einzuordnen, Vorurteile abzubauen und Zusammenhänge zu erkennen. Zudem engagiert sich Petr Brod intensiv für die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Mittel- und Osteuropa. In Publikationen, Vorträgen und Diskussionen bringt er die gemeinsamen historischen Erfahrungen von Tschechen, Deutschen und Juden in einen offenen, europäischen Dialog ein“, zitierte Bundesvorsitzende Christa Naaß aus der Begründung der Jury, bestehend aus Dr. Peter Becher, Dr. Helmut Eikam, Volkmar Halbleib,MdL, Dr. Hildegard Kronawitter und Dr. Friedrich Weckerlein, die am 16. Januar 2025 ohne lange Diskussion einstimmig beschlossen hatte, den Preis an Petr Brod zu verleihen.

Seit der 1. Preisverleihung am 07. Dezember 1968 erhielten 60 Preisträgerinnen und Preisträger diese Auszeichnung, die nach dem ersten Vorsitzenden der Seliger-Gemeinde Wenzel Jaksch benannt sei, so Naaß weiter. Die 61. Auszeichnung werde nun an den Journalisten und Politikwissenschaftler Petr Brod verliehen. Christa Naaß bedankte sich nicht nur bei der SPD-Fraktion sondern auch beim Bundesministerium des Innern und für Heimat für Ausrichtung des Empfangs bzw. die finanzielle Unterstützung.

Die Laudatio auf Petr Brod hielt Dr. Peter Becher, Vorsitzender des Adalbert Stifter Vereins. Sowohl die Laudatio als auch die anschließende Dankesrede des Preisträgers waren ein absoluter Hörgenuss und der volle Plenarsaal im Maximilianeum lauschte diesem aufmerksam.

Der jährliche Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler der SPD-Landtagsfraktion erinnert an Leid und Leistungen der Heimatvertriebenen, schlägt aber stets auch eine Brücke in die Gegenwart: zu aktuellen Flüchtlingsdramen rund um die Welt sowie zu den Menschen, die bis heute für die Versöhnung eintreten. "Erinnerung bedeutet immer auch Verantwortung für Gegenwart und Zukunft", erklärt der der vertriebenenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Volkmar Halbleib.

Die SPD versteht sich traditionell als Vertretung der Heimatvertriebenen, sie hat von Anfang an mit Worten und Taten Verantwortung für den „vierten Stamm“ in Bayern übernommen – ein Begriff, der auf den SPD-Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner zurückgeht, wie Volkmar Halbleib in seiner Begrüßungsrede beim diesjährigen Vertriebenenempfang im Plenarsaal des Bayerischen Landtags betonte. Auch in diesem Jahr wurden im feierlichen Rahmen wieder engagierte Personen und Institutionen für ihre Verdienste um die Aussöhnung mit dem Brückenbauer-Preis ausgezeichnet.

Ebenfalls mit dem Brückenbauer-Preis ausgezeichnet wurde die Bundesvorsitzende der Karpatendeutschen Landsmannschaft Slowakei Brunhilde Reitmeier-Zwick, die mit ihrem Einsatz für die Karpatendeutsche Landsmannschaft und zahlreiche verbindende Projekte in Bayern und der Slowakei den interkulturellen Dialog stärkt, Bildung und Begegnung fördert und Räume lebendiger Gemeinschaft schafft. Mit dem Brückenbauer-Preis für das Russlanddeutsche Theater Niederstetten würdigt die SPD-Landtagsfraktion ein Ensemble, das mit künstlerischer Leidenschaft und großem menschlichem Engagement Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Kulturen und Generationen schlägt. Für seine Partnerschaft mit der polnischen Woiwodschaft Pommern erhält der Bezirk Mittelfranken den Brückenbauer-Preis. Die SPD-Landtagsfraktion würdigt damit das langjährige und engagierte Wirken für Verständigung, Freundschaft und europäische Zusammenarbeit.

80 Jahre Flucht und Vertreibung. Das sind 80 Jahre Entwurzelung, Entrechtung und Verfolgung. Aber auch 80 Jahre Neuanfang, Integration und Versöhnung. Christian Knauer, der Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, erinnerte in seinem schon traditionellen Grußwort daran, dass auch heute weltweit rund 122 Millionen Menschen auf der Flucht sind. "Fast könnte man sagen: Die Menschheit lernt nichts hinzu."

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