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Meeting Brno 2022

Veröffentlicht am 28.07.2022 in Allgemein

Am Stand der Seliger-Gemeinde im Augustinergarten in Brünn: Christa Naaß (li.) mit dem Standteam Monika Feist (2.v.re.), Christoph Krumpholz (2.v.li.) und Rainer Pasta (re.)

Hoffnung auf Frieden in Europa wurde enttäuscht

Unterstützung für die Menschen in der Ukraine - Deutschland und Tschechien stehen als Partner in Europa zusammen

Auch dieses Jahr war die Seliger-Gemeinde wieder mit einem Info-Stand am Meeting Brno zum Abschluss des Versöhnungsmarsches im Augustinergarten vertreten. Mit aktuellen Informationen zur Arbeit der Seliger-Gemeinde, u.a. der neuen Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“ sowie dem bei den Besuchern beliebten Büchertisch mit Beispielen zur tschechisch-deutschen Literatur, präsentierte sich das Standteam den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern.

Präsidiumsmitglied Christa Naaß nahm als Vizepräsidentin des mittelfränkischen Bezirkstages auch als Vertreterin ihrer Region teil und sprach bei der Abschlussfeier. Zum ersten Mal beim Versöhnungsmarsch, erklärte sie tief berührt: „So ein Gedenken prägt sich ein und macht einem mehr denn je bewusst: Immer dann, wenn nationalistisches Denken die Oberhand bekommt, wenn Minderheiten ausgegrenzt werden, das Selbstbestimmungsrecht der Völker missachtet wird – kommt es zu Ausgrenzungen, zu Menschenrechtsverletzungen, zu Vertreibungen, im schlimmsten Fall zu Krieg“.

Krieg in der Ukraine

Hier am Mendelplatz, im Augustinergarten denken wir an die über 20.000 Menschen, die aus der Stadt getrieben wurden, alte Menschen, Frauen und Kinder. Viele Hunderte starben auf dem Weg an Erschöpfung, Durst, Krankheit oder wurden getötet. Wir gedenken auch hier voller Trauer und Schmerz diesen, aber auch der Menschen, die den Todesmarsch überlebt haben und mit dem Erlebten leben lernen mussten. Für dieses gemeinsame Gedenken bin ich sehr dankbar. Denn es ist ein großer gemeinsamer Schritt und macht Versöhnung möglich“, so Naaß weiter.

Sie dachte bei diesem Gedenkakt aber auch besonders an die Menschen in der Ukraine, die durch den Angriffskrieg Putins großem Leid ausgesetzt sind.

„Die Menschen in der Ukraine brauchen unsere Unterstützung jetzt, aber auch später beim Wideraufbau des Landes“, so Christa Naaß. Aus den schlimmen Erfahrungen der Kriege des 20. Jahrhunderts hätten wir alle gehofft, dass Krieg, Flucht und Vertreibung keinen Platz mehr in Europa haben. „Wir hatten uns getäuscht“, bedauerte Naaß und erklärte: „Umso wichtiger ist es, dass Deutschland und Tschechien, dass die Partner in Europa zusammenstehen, sich helfen und unterstützen und weiter für ein friedliches Europa kämpfen“.

Auch die Seliger-Gemeinde griff das Thema „Krieg in der Ukraine“ auf und ergänzte den obligatorischen deutsch-tschechischen Büchertisch um eine Abteilung zeitgenössischer ukrainischer Literatur. Christoph Krumpholz, der für die „Bücherkiste“ verantwortlich zeichnet, hatte eine interessante Reihe von Ansichtsexemplaren zusammengestellt, die großen Anklang fand. Ebenso wie der „sozialdemokratische Spaziergang durch Brünn, den die Seliger-Gemeinde als Kooperationspartner des Meeting Brno dieses Jahr angeboten hatte.

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