
Unsere Ausstellung im Atrium Žižkov in Prag
Bilder von Georg Hans Trapp in Prag
Die Seliger-Gemeinde präsentierte zum Auftakt ihrer Studienfahrt 2025 am 21. August im Atrium Žižkov anlässlich ihres Sommerempfangs die Ausstellung GHT – frühe Werke von Georg Hans Trapp gezeigt und das Gedenkbuch der sudetendeutschen Sozialdemokratie.
Neben den ehemaligen Europa-Abgeordneten Milan Horáček und Libor Rouček war auch die Leiterin der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Prag Susanne Lindsay gekommen, der neue Leiter des Collegium Bohemicum in Aussig Jan Vondrouš, der deutsche Vorsitzende des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums Jörg Nürnberger und der Direktor der Masaryk-Akademie Patrik Eichler. Bundesvorsitzende Helena Päßler und Vladimír Špidla, der Präsident der Masaryk-Akademie, ehemaliger Ministerpräsident Tschechiens und EU-Kommissar seines Landes sprachen ein Grußwort.
Thomas Oellermann, Präsidiumsmitglied des SG, in Prag wohnend und wesentlicher inhaltlicher Organisator der Studienreise, stellte die beiden Projekte, die nunmehr erstmals in Prag gezeigt wurden, vor. Die Bilder von Georg Hans Trapp, der vor 125 Jahren in Eichwald geboren wurde, stammen vor allem aus den 1930er Jahren, die die SG aus Zeitschriften und Zeitungen kopierte und ausstellungsfähig bearbeitete. Werke die sich ganz klar gegen den Nationalsozialismus, gegen Krieg, für die Freiheit, die Demokratie und für die tschechoslowakische Republik richten. Als Zielscheibe der Nationalsozialisten gehörte Trapp zu den ersten, die emigrierten. In Norwegen wird er aber 1940 von deutschen Truppen aufgespürt und in verschiedene KZs gesperrt. Das KZ Flossenbürg überlebt er gerade so, kommt 1945 zurück in seine Heimat, die er aber dann sehr schnell nach Schweden wieder verläßt, wo er die schrecklichen Seiten von Flossenbürg aufarbeitet und in Zeichnungen darstellt, die heute in der KZ-Gedenkstätte von Flossenbürg zu sehen sind. Oellermann berichtet aber auch von dem armen Lebensumfeld des jungen Georg Hans Trapp in seiner Heimat. Nur unter Mühen konnte er Schulen besuchen und zeigte dort sehr bald ein besonderes künstlerisches Talent. Er studierte in Teplitz aber dann auch in Rom, wo er die Kunstakademie besuchte, dabei aber auf der Straße lebte, weil er sich keine Unterkunft leisten konnte.
Das andere Projekt im Jubiläumsjahr 2025, 80 Jahre nach Kriegsende und dem Ende des Nationalsozialismus an das die SG erinnern wolle, sei ein biografisches Lesebuch mit 1200 Kurzbiografien von sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, das demnächst im Südstadtverlag in Fürth erscheinen wird. Oellermann präsentierte ein erstes Probeexemplar.
Impressionen:


Ulrich Miksch
