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Landeskonferenz Seliger-Gemeinde Bayern

Veröffentlicht am 20.06.2022 in Wahlen

Die neuen Vorsitzenden Peter Wesselowsky (6.v.re.) und Harald Zahel (10.v.re.)mit weiteren Mitgliedern der Vorstandschaft, den Delegierten sowie Christa Naaß, MdL a.D. (4.v.li.),  Oberbürgermeister Jürgen Schröppel (5.v.li.) und SPD-Kreisvorsitzenden Harald Dösel (li.) vor dem Weißenburger Rathaus

 

Der Landesverband Bayern der Seiger-Gemeinde nun wieder voll handlungsfähig

Landeskonferenz mit Neuwahlen in Weißenburg - Meinungsaustausch zu aktuellen Themenfeldern

Am Sonntag trafen sich die Delegierten des Landesverbands Bayern der Seliger-Gemeinde im „Goldenen Adler“ im Stadtzentrum des mittelfränkischen Weißenburg zur Landeskonferenz. Corona-bedingt mussten die Neuwahlen der Vorstandschaft in den letzten Jahren immer wieder abgesagt werden und so agierte die Vereinsführung seit 2019 nur kommissarisch. Mit der Landeskonferenz in Weißenburg konnte nun wieder „Normalität“ hergestellt und für die nächsten zwei Jahre eine ordentliche Vorstandschaft gewählt werden.

Kommissarischer Vorsitzender Peter Wesselowsky begrüßte neben der „Multifunktionärin“ Christa Naaß vor allem den Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Weißenburg, den Sozialdemokraten Jürgen Schröppel, sowie den SPD-Kreisvorsitzenden Harald Dösel. Wesselowsky, ehemaliger 1. Bürgermeister von Ochsenfurt erklärte kurz die Bezeichnung „Seliger-Gemeinde“, bei der es sich nicht „um die Vorstufe zur Heiligsprechung“ handele, sondern die, nach dem 1. Vorsitzenden Josef Seliger benannte, Gesinnungsgemeinschaft der Sudetendeutschen Sozialdemokraten in der 1. Tschechoslowakischen Republik. Wesselowsky verwies auf die zukunftsweisenden Beschlüsse der Seliger-Gemeinde in Abgrenzung zur Sudetendeutschen Landsmannschaft in wichtigen Punkten. Oberbürgermeister Jürgen Schröppel, dessen Schwiegereltern auch Sudetendeutsche sind, stellte in seinem Grußwort kurz die Region und im Speziellen die Stadt Weißenburg vor. Er freute sich, dass die Seliger-Gemeinde ihre Landeskonferenz in der mittelalterlichen Altstadt im Schatten des gotischen Rathauses veranstaltete. SPD-Kreisvorsitzender Harald Dösel erinnerte daran, dass viele SPD-Ortsvereine erst durch die zugewanderten sudetendeutschen Sozialdemokraten gegründet wurden bzw. erblühen konnten. „Der demokratische Sozialismus, Solidarität und die Tradition der Arbeiterbewegung“ wurden erst durch sie in der Region manifestiert“, so Dösel.

Demokratische Sozialismus, Solidarität und die Tradition der Arbeiterbewegung als Erbe der sudetendeutschen Sozialdemokraten

Christa Naaß, MdL a.D. und derzeitige 3. Vizepräsidentin des Bayerischen Bezirketages, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates und Präsidiumsmitglied des Bundesvorstands der Seliger-Gemeinde überbrachte die Grüße des Präsidiums und stellte kurz die Aktivitäten des Bundesverbandes, der während der Pandemie vor allem sein digitales Angebot ausgebaut hatte, vor. Außerdem überbrachte sie in ihrer Funktion als Präsidentin der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft die Grüße des Volksgruppensprechers Bernd Posselt. Durch ihn sei die Sudetendeutsche Landsmannschaft neue Wege gegangen und habe mit einer Resolution zu Europa und dem Ukraine-Konflikts aber auch zu den Minderheitenrechten deutlich Position bezogen – meist im Nachgang zu den Positionen der Seliger-Gemeinde, die hier deutlich fortschrittlicher agiere, so Christa Naaß.

Bei den anschließenden Wahlen konnten weitgehend einstimmig die nötigen Posten besetzt werden. Der Landesverband Bayern der Seiger-Gemeinde sei nun wieder voll handlungsfähig, stellte Wahlleiterin Christa Naaß abschließend fest. Die neue Vorstandschaft lud anschließend die Delegierten zum Meinungsaustausch ein. Die Themenfelder „Mitgliederwerbung, Jugendarbeit und Projektarbeit“ wurden offen diskutiert und viele Anregungen gesammelt, die in den kommenden Monaten detailliert besprochen werden sollen.

Das Wahlergebnis:

1. Vorsitzender: Peter Wesselowsky, Ochsenfurt; 2. Vorsitzender Harald Zahel, Pegnitz; 1. Kassier: Peter Schmid-Rannetsberger, Waldkraiburg; 2. Kassier: Karl Garscha, Bruckmühl; 1. Schriftführer: Peter Kögler, Ansbach; 2. Schriftführer: Gerhard Barenbrügge, München; Revisoren: Walburga Steffan (München) und Herbert Schmid (Weiden); Beisitzer: Renate und Peter Heidler (Hof), Elke Huisel (Memmingen), Dr. Peter Becher (München), Christa Naaß (Haundorf), Inge Aures, MdL (Kulmbach), Reinhold Strobl MdL a.D. (Schnaittenbach), Rainer Pasta (Geiselhöring); Jugendvertreter: Jason Wirth (Hof)

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