
Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis für die Initiatoren des Sudetendeutschen Tages in Brünn
- Seliger-Gemeinde zeichnet Meeting Brno, Bernd Posselt und Christa Naaß aus -
Mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis 2026 würdigt die Seliger-Gemeinde die Initiative Meeting Brno sowie den Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, und die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates, Christa Naaß. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Vertriebenenempfangs der SPD-Landtagsfraktion am 20. Juni im Bayerischen Landtag verliehen.
Der erste Sudetendeutsche Tag in Brünn, der alten Heimat vieler Sudetendeutscher, stellt einen bedeutenden Schritt auf dem Weg der deutsch-tschechischen und sudetendeutsch-tschechischen Verständigung dar. Die Seliger-Gemeinde sieht in diesem historischen Ereignis ein herausragendes Beispiel für gelebte Versöhnung und grenzüberschreitenden Dialog.
Seit 1968 verleiht die Seliger-Gemeinde den nach dem sudetendeutschen Sozialdemokraten Wenzel Jaksch benannten Gedächtnispreis an Persönlichkeiten und Initiativen, die sich in besonderer Weise um Verständigung, Demokratie und europäische Zusammenarbeit verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird die Auszeichnung erstmals gemeinsam an drei Preisträger vergeben.
Die Initiative Meeting Brno hatte die Sudetendeutschen beim Sudetendeutschen Tag 2025 in Regensburg offiziell eingeladen, ihr Pfingsttreffen 2026 in Brünn abzuhalten. In den darauffolgenden Monaten entstand durch intensive Gespräche und eine enge Zusammenarbeit zwischen Partnern in Brünn, Prag und der Sudetendeutschen Volksgruppe die Grundlage für die erfolgreiche Durchführung dieses historischen Treffens. Dazu leisteten Bernd Posselt und Christa Naaß einen maßgeblichen Beitrag.
Christa Naaß, die zugleich Ko-Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde ist, war an den Beratungen der Jury über die diesjährige Preisvergabe selbstverständlich nicht beteiligt.
Mit Bernd Posselt erhält erstmals ein führender Vertreter der CSU den Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis. Die Jury würdigt insbesondere sein langjähriges Engagement für die deutsch-tschechische Verständigung sowie seine Bereitschaft, die Mitverantwortung von Sudetendeutschen an den Verbrechen des Nationalsozialismus offen anzusprechen und daraus Konsequenzen für die gemeinsame Erinnerungskultur zu ziehen.
Die Seliger-Gemeinde verbindet mit der diesjährigen Preisvergabe die Hoffnung, dass der Geist von Brünn die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen nachhaltig prägt und weitere Schritte der Verständigung und Versöhnung ermöglicht.
Im Rahmen des Vertriebenenempfangs verleiht auch die SPD-Landtagsfraktion ihre Brückenbauerpreise. Mit dieser Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise für Verständigung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Dialog zwischen unterschiedlichen Gruppen einsetzen. In diesem Jahr gehen die Brückenbauerpreise an die Journalistin und Moderatorin Caro Matzko, an Nadja Atzberger von der Karpatendeutschen Landsmannschaft sowie an Stephanie Schmidmair, Landesvorsitzende der Donauschwaben Bayern.