
Generalkonsulin Kristina Larischová unterschreibt als erste die Unterstützerliste unserer Europa-Proklamation
„Gute Beziehungen sind keine Selbstverständlichkeit.“
Die neue Generalkonsulin der tschechischen Republik in München, Kristina Larischová, spricht bei der Bundesversammlung der Seliger-Gemeinde
Die neue Generalkonsulin sieht eine große Offenheit für Tschechien in Bayern. Doch zugleich warnt sie: „Man darf das gute Niveau der Beziehungen nicht als Selbstverständlichkeit ansehen“, so Kristina Larischová in ihrem Grußwort zur Bundesversammlung. Sie freue sich auf die wichtige Zusammenarbeit mit der Seliger-Gemeinde und bot ihre Unterstützung für die laufenden und geplanten Projekte an.
Die Beziehungen zwischen München und Prag hätten in den vergangenen Jahren eine große Dynamik erlebt. Eine wichtige Rolle spiele dabei das Generalkonsulat der Tschechischen Republik in der bayerischen Landeshauptstadt, so Larischová weiter, die dessen Leitung sie seit August nun innehabe.
Kristina Larischová ist in den deutsch-tschechischen Beziehungen keine Unbekannte. Sie war von 2014 bis 2017 Mitarbeiterin im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik und als Vertreterin der Stv. Aussenministerin in der Sektion Ministerialamt Direktorin der Abteilung für öffentliche Diplomatie. Davor war sie von 1994 bis 2001 Stv. Leiterin des Instituts für Internationale Beziehungen in Prag und von 2001 bis 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Prag. Die Absolventin der Wirtschaftsuniversität in Prag erarbeite sich den Titel Dipl.-Ing mit einer Diplomarbeit zu "Die deutsche Frage 1949 - 1952" und war von 1994 bis 1998 Mitglied in der Forschungsgruppe "Deutschland und die europäische Integration" wo sie von 1996 bis 1999 mit der Bertelsmann-Wissenschaftsstiftung und dem C.A.P (Forschungsgruppe Europa, München) im Rahmen des Projektes „Die Integration der mittel- und osteuropäischen Staaten in die Europäische Union“ zusammenarbeitete. Larischová war weiter die erste stv. Vorsitzende der Tschechischen Kommission für UNESCO in den Jahren 2014 bis 2015 und von 2006 bis 2011 Mitglied des Verwaltungsrates des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bevor sie 2012 dessen Ko-Vorsitzende wurde. Hier arbeitet sie eng mit unserem Bundesvorsitzendem albrecht Schläger zusammen. Weiter ist sie Autorin von mehr als 40 Fachpublikationen zu den Themen der deutschen Europapolitik, der Vorbereitung Tschechiens auf den EU-Beitritt, der deutsch-tschechischen Beziehungen usw. einige davon wurden in Deutschland publiziert. Die Diplomatin spricht fließend Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Slowakisch.