Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.
Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.
Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.
Kontakt:
Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München
Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de
Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:
Liebe Freundinnen und Freunde der Seliger-Gemeinde,
im Rahmen unserer Seminarreihe laden wir Euch herzlich zu unserem Herbstseminar 2026 unter dem Motto „75 Jahre Seliger-Gemeinde“ ein. Es konnten wieder eine Reihe von hochkarätigen Referent_innen gewonnen werden.
Die Unterbringung erfolgt wie gewohnt grundsätzlich in Doppelzimmern. Einzelzimmerwunsch kann nur im Rahmen der dortigen Möglichkeiten und mit entsprechendem Aufpreis berücksichtigt werden.
Das Seminar beginnt am Freitag, dem 16. Oktober um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen. Die Veranstaltung endet am Sonntag, dem 18. Oktober mit einem gemeinsamen Mittagessen. Die Übernachtungen beinhalten immer ein Frühstück. Den genauen Ablauf- und Zeitplan erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Tagungsmappe.
Vorläufiger Seminarbeitrag:
55,-- Euro für Teilnehmer aus Deutschland - plus ggf. Einzelzimmerzuschlag 15,-
30,-- Euro für Teilnehmer aus Tschechien - plus ggf. Einzelzimmerzuschlag 15,--
Natürlich werden wir auch in diesem Jahr wieder unsere Jubilare ehren und würden uns freuen alle Neumitglieder persönlich kennen lernen zu können.
Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 05. Oktober 2026 an folgende Adresse: Seliger-Gemeinde e.V., Bundesgeschäftsstelle, Oberanger 38, 80331 München oder per E-Mail: info@seliger-gemeinde.de (formlos). Die Anmeldung ist verbindlich; es ergeht keine weitere Anmeldebestätigung, ausgenommen dies wird bei Berufstätigen vom Arbeitgeber verlangt.
Mit freundschaftlichen Grüßen
Christa Naaß und Helena Päßler Dr. Thomas Oellermann
Bundesvorsitzende Seminarleiter, Präsidiumsmitglied
Von der „entarteten Kunst“ zur Schwarzen Orchidee: Wilhelm Hagers Kunst ließ sich nicht in politische Vorgaben pressen. Als der junge Soldat 1944 in Italien ausdrucksstarke Selbstbildnisse (links und untere Reihe rechts) und sein Gemälde „Blick auf die Arena in Verona“ schuf, geriet er mit seinen militärischen Vorgesetzten in Konflikt. Seine Werke galten als „entartete Kunst“ – Hager musste die Propagandaeinheit verlassen und wurde zu einer anderen militärischen Einheit versetzt. Doch er blieb seiner künstlerischen Freiheit treu. Nach dem Krieg entwickelte er seine Malerei immer weiter, experimentierte mit Farben, Formen und Materialien und wandte sich zunehmend der Abstraktion zu. Die „Schwarze Orchidee“ (obere Reihe links) gilt als Höhepunkt dieser Entwicklung. Die Karlsbader Ausstellung macht diesen spannenden Weg vom gegenständlichen Porträt bis zur freien abstrakten Komposition eindrucksvoll sichtbar.
Wilhelm Hager – ein Karlsbader Künstler kehrt in seine Heimatstadt zurück
Beeindruckende Ausstellung in der Becher-Villa – Ein außergewöhnliches Künstlerleben und seine sozialdemokratischen Wurzeln
Mit einer sehr gut besuchten Vernissage in der prachtvollen Becher-Villa wurde am 8. Oktober die Ausstellung „Wilhelm Hager – Von Karlsbad nach Karlovy Vary“ eröffnet. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Angehörige der Familie Hager und Rainer Pasta als Vertreter der Seliger-Gemeinde. Die Ausstellung erinnert an einen bedeutenden Künstler, dessen Lebensweg eng mit der Geschichte seiner Geburtsstadt und den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden ist.
Schlussgedanke: Spanien, München und die Folgen der Nichteinmischung – eine These zur Diskussion
Der Spanische Bürgerkrieg war weit mehr als ein innerer Konflikt. Deutschland und vor allem Italien griffen massiv zugunsten Francos ein, lieferten Waffen und Flugzeuge und entsandten Soldaten. Großbritannien und Frankreich konnten diese Entwicklung aus nächster Nähe verfolgen.
Trotzdem hielten die westlichen Demokratien an der Politik der Nichteinmischung fest. Diese war jedoch nur dem Anspruch nach neutral. Während Deutschland und Italien ihre Unterstützung für Franco fortsetzten, wurde auch die rechtmäßige republikanische Regierung beim Erwerb von Waffen eingeschränkt. Die Nichteinmischung verhinderte die ausländische Intervention also nicht – sie begrenzte vor allem die Möglichkeiten, ihr wirksam entgegenzutreten.
Darin könnte ein wichtiges politisches Lern- und Gewöhnungsmuster gelegen haben. Offene Regelverstöße Deutschlands und Italiens wurden hingenommen, solange dadurch eine unmittelbare militärische Konfrontation der europäischen Großmächte vermieden werden konnte.

Forum Bad Alexandersbad – die Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start
Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.
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Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.
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