Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.
Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.
Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.
Kontakt:
Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München
Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de
Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:
Die Seliger-Gemeinde erneut präsent in Dortmund/Hörde
Capek-Gesellschaft Hagen befasst sich mit Werken von Georg Hans Trapp - Protest gegen AfD-Empfang im Rathaus
Die Seliger-Gemeinde präsentierte am 21. Februar 2026 mit der Capek-Gesellschaft Hagen e.V. im Haus Rode in Dortmund/Hörde die Ausstellung „GHT – Frühe Werke von Georg Hans Trapp“. Erika Kalkofen-Frahne, sowohl Mitglied in der Capek-Gesellschaft Hagen als auch im Bundesvorstand der Seliger-Gemeinde, führte in die Ausstellung ein und stellte Leben und Werk von Georg Hans Trapp den gut 20 interessierten Gästen ausführlich vor.
Lumpenbälle und Masken-Redouten
Es ist Fasching und es sei die Frage erlaubt, ob in der sudetendeutschen Arbeiterbewegung auch die fünfte Jahreszeit begangen wurde. Diese Frage lässt sich allerdings nicht so leicht beantworten. Wie so oft muss man bei solchen Themen unterscheiden zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Arbeiterbewegung hatte das klare Ziel, sich und ihre Anhänger von der bürgerlichen Kultur zu trennen. Dieser warf man Kitsch und Trivialität vor. Die Kultur der Arbeiterkultur sollte in allen Formen, in Theater, Musik und Kunst, anders sein. Sie sollte modern sein und politisch. Sie sollte zudem das Selbstbewusstsein der Arbeiterbewegung zum Ausdruck bringen. All dies sollte zu guter Letzt einen werbenden Effekt haben. Durch Kunst und Kultur sollte für die Ziele der Arbeiterbewegung geworben werden. In Zeitschriften und Zeitungen, durch Bücher, wurde diese Auffassung kundgetan. Ende der 30er Jahre gründete die Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei eine eigene Beratungsstelle für proletarische Festkultur. Diese empfahl Theaterstücke und stellte etwa Listen geeigneter Musikstücke auf. In Zeiten des Nationalismus sollte die Beratungsstelle den sozialdemokratischen Markenkern stärken.
Eine wunderbare Briefmarke kam am 5. Februar 2026 in den Verkauf. Der gebürtige Göttinger Hans-Jochen Vogel wird mit diesem gelungenen Sonderpostwertzeichen geehrt, weil er heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Unvergessen seine 12 Jahre (1960-1972) als Oberbürgermeister Münchens, der die Landeshauptstadt zu dem machte, die sie heute von ihrer besten Seite zeigt: zuversichtlich, liebenswert und aufgeschlossen.
Hans-Jochen Vogel war der Seliger-Gemeinde eng verbunden und wurde 1996 mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis geehrt. Als prägender SPD-Politiker unterstützte er unsere Ziele der Versöhnung und des Dialogs mit Tschechien und galt unserer Gemeinschaft als wichtiger Freund und Vordenker.
Podmokly/Bodenbach gegen die Nazis
Unter diesem Titel hielt unser Mitglied Dr. Thomas Oellermann am 3. Februar 2026 einen Vortrag zur Geschichte der Bodenbacher Sozialdemokratie, dem heutigen nordböhmischen Děčín-Podmokly. Der Einladung der veranstaltenden Tetschen-Bodenbacher heimatkundlichen Gesellschaft waren 20 Gäste gefolgt.
In seinen Ausführungen skizzierte Oellermann zunächst die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie von den Anfängen bis in die Gegenwart und stellte dann führende Persönlichkeiten der Bodenbacher Sozialdemokratie vor, unter diesen etwa die wichtige Familie Reitzner sowie den späteren Bürgermeister Fritz Kessler. Er zeigte die unterschiedlichen Lebenswege auf und ging auf Verfolgung, Emigration, Vertreibung und Neuanfang ein. Einen Abschluss fand der Abend durch den Originalfilm des sog. Reichsjugendtags 1936, der in Bodenbach abgehalten worden war. Der Film konnte mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum ersten Mal öffentlich am Ort des damaligen Geschehens gezeigt werden.

Forum Bad Alexandersbad – die Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start
Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.
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Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.
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