Seliger Gemeinde

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ÜBER UNS                  O NÁS               ABOUT US

 

Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.

Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.

Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.

Kontakt:

Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München

Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de

 

 

Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:

        

   

Sudetendeutscher Tag 2026

Starke SPD- und SPÖ-Delegation mit (1. Reihe) Hannes Heide, MdEP, Ruppert Stüwe MdB, Volkmar Halbleib, MdL, Helena Päßler (SG), (2.Reihe) Ronja Enders, Kathrin Pollack, Christa Naaß (SG), Libor Rouček, MdEP a.D., (3. Reihe) Volkmar Harwaneg, LAbg. a.D., Jörg Nürnberger, MdB a.D. Rita Hagl-Kehl, MdB a.D. und Gudrun Peters, MdL a.D.

 

Historisches Zeichen der Verständigung:

SPD- und SPÖ-Delegation beim Sudetendeutschen Tag in Brünn

Der Sudetendeutsche Tag in Brünn steht in diesem Jahr im Zeichen der europäischen Verständigung und der deutsch-tschechisch-österreichischen Zusammenarbeit. Eine gemeinsame Delegation von Vertreterinnen und Vertretern der SPD und SPÖ nimmt an den Veranstaltungen teil.

Wie die Sudetendeutschen in Bayern eine neue Heimat fanden

Besuch aus Prag - Magazin Respekt (RESPEKT)

TOMÁŠ LINDNER, Leiter der Auslandsredaktion war zu Besuch in Waldkraiburg und recherchierte zur Geschichte Waldkraiburgs. Er wollte wissen, wie wie die Vertriebenen Sudetendeutschen Bayern veränderten (wirtschaftlich und gesellschaftlich) und wie lange es dauerte, bis sie in Bayern voll aufgenommen wurden. Er wurde begleitet vom Fotografen MILAN JAROŠ.

Herausgekommen ist ein äußerst lesenswerter Artikel (auf das Bild klicken!)

Eine Zusammenfassung des Artikelinhalts in deutscher Sprache weiter unten.

Zeitzeugengespräch

V.l.n.r.: Gert Hilger (Stadtführer/Seliger-Gemeinde), Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš Fotograf, Walter Zabelt, Christa Zabelt, Peter Schmid-Rannetsperger (Vors. Seliger-Gemeinde)

Besuch bei Stadtarchivar Konrad Kern

V.l.n.r.: Stadtarchivar Konrad Kern,  Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš 

 

DANKE an Microsoft Copilot für die nachfolgende Zusammenfassung ;-)

Hier ist eine präzise, klar strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des geöffneten Dokuments aus Respekt (18.–24. Mai 2026) über die Geschichte der sudetendeutschen Vertriebenen in Bayern – mit Fokus auf Waldkraiburg und Geretsried.
(Quellenbezug: Nová města si vyhnanci postavili na bývalých nacistických zbrojních továrnách  • RESPEKT)


???? Kernaussage

Der Text beschreibt, wie sudetendeutsche Vertriebene nach 1945 in Bayern – besonders in Waldkraiburg und Geretsried – neue Städte aufbauten, politische Gegensätze überwanden, wirtschaftliche Impulse setzten und langfristig zu einem integralen Bestandteil Bayerns wurden.


????️ 1. Ausgangslage nach 1945

  • Nach dem Krieg kamen 14–15 Millionen deutsche Flüchtlinge in die westlichen Besatzungszonen; Bayern nahm ca. 2 Millionen auf, davon die Hälfte Sudetendeutsche.
  • Viele wurden zunächst zwangsweise bei Bauern einquartiert, oft unter Spannungen, teils aber auch mit Solidarität.
  • Die amerikanische Besatzungsmacht versuchte, Flüchtlinge gezielt zu verstreuen, um alte Netzwerke aufzubrechen und Integration zu fördern.

????️ 2. Entstehung neuer „Vertriebenenstädte“

Waldkraiburg

  • Entstand auf dem Gelände einer ehemaligen NS-Munitionsfabrik.
  • Wurde fast vollständig von Vertriebenen aufgebaut; ¾ der ersten Bewohner kamen aus den Sudeten.
  • Architektur bis heute schlicht, funktional – erkennbar als „Neustadt“.

Geretsried

  • Ebenfalls auf dem Gelände ehemaliger Rüstungsbetriebe.
  • Erste 554 Bewohner kamen 1946 aus Kraslice/Kraslitz.

Gemeinsame Merkmale

  • Städte boten Platz, Infrastrukturreste und Arbeitsmöglichkeiten.
  • Straßennamen erinnern bis heute an Herkunftsorte (z. B. Chomutovská, Kraslická).
  • In Geretsried existiert ein Museum der Herkunftsregionen (Chebsko, Karlovarsko, Siebenbürgen, Banat etc.).

⚖️ 3. Politische und soziale Spannungen – und ihr Überwinden

  • In Waldkraiburg lebten Antifaschisten und ehemalige Henlein-Anhänger Tür an Tür.
  • Das erste Gemeinderat spiegelte diese Spannungen:
    • 3 Antifaschisten
    • 7 Vertreter einer gemischten Liste inkl. früherer NSDAP-Mitglieder
  • Trotz Konflikten überwog der gemeinsame Auftrag: „Alles wieder aufbauen.“
  • Demokratische Zusammenarbeit entwickelte sich – später wurde ein SPD-Bürgermeister für 20 Jahre gewählt.

????️ 4. Wirtschaftlicher Aufstieg durch Vertriebeneninitiativen

  • Viele Sudetendeutsche brachten Handwerk, Industrieerfahrung und technische Dokumentationen mit.
  • Beispielhaft:
    • Miraphone (Waldkraiburg): gegründet von 13 Kraslicker Antifaschisten; heute weltweit führender Hersteller von Tuben und Posaunen.
    • Weitere Firmen entstanden in Geretsried (z. B. Instrumentenbau).
  • Diese Betriebe trugen maßgeblich zur Industrialisierung des ländlichen Bayerns bei.
  • Bayern wandelte sich vom agrarisch geprägten Land zu einem Hightech-Standort – auch dank der Vertriebenen.

???? 5. Integration und Identität

  • 1954 erklärte die bayerische Staatsregierung die Sudetendeutschen zum „vierten Stamm Bayerns“.
  • Dennoch hielten manche Vorurteile lange an (z. B. Ablehnung von „Mischehen“).
  • Ab den 1970er/80er Jahren wurde Integration weitgehend selbstverständlich.
  • Heute sind Städte wie Geretsried multinational (über 100 Nationalitäten).
  • Kulturelle Traditionen (z. B. Egerländer Bräuche, Küche, Musik) werden weiterhin gepflegt.

???? 6. Erinnerungskultur

  • In Waldkraiburg existieren Památník vyhnání (Vertreibungsdenkmal) und Informationsstellen der letzten Landsmannschaften.
  • Archive wurden teils nach Tschechien zurückgegeben (z. B. 250 Ordner aus dem Českolipsko-Archiv).
  • Museen in Geretsried dokumentieren die Herkunftsregionen der Bewohner.

???? Quintessenz

Die sudetendeutschen Vertriebenen schufen in Bayern neue Städte, überbrückten politische Gräben, trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Modernisierung bei und wurden zu einem festen Bestandteil der bayerischen Identität. Waldkraiburg und Geretsried sind heute sichtbare Zeugnisse dieser außergewöhnlichen Integrations- und Aufbauleistung.

 

Abendschule 24.06.2025

Führende deutsche Sozialdemokraten aus Brünn

Bei der Abendschule zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie am 12. Mai 2025 stellte Dr. Thomas Oellermann eine Reihe bedeutender deutscher Sozialdemokraten aus Brünn vor. Grundlage des Vortrags war seine umfangreiche biographische Sammlung, aus der auch die Ausstellung „Das rote Brünn – Lebensbilder Brünner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten“ hervorging. Die Ausstellung soll beim Sudetendeutschen Tag 2026 in Brünn gezeigt werden und erschien bereits als Broschüre in der Schriftenreihe der Seliger-Gemeinde.

Frühjahrsseminar 2026

Ein Hof der Hoffnung

Der Anton-Sacher-Hof in Fischern und sein fast vergessenes Erbe

Bei der Exkursion zum Frühjahrsseminar 2026 besuchte die Seliger-Gemeinde den Wohnort der Familie Hieke – den heutigen Karlsbader Stadtteil Fischern (Rybáře). Die deutsche Sozialdemokratie prägte diesen Ort mindestens genauso wie das vorher besuchte Altrohlau. Bürgermeister Anton Sacher ging hier einen bedeutenden Weg um gegen die Wohnungsnot anzukommen – er schuf ein Bauwerk, das kaum in Reiseführern auftaucht und doch ein bedeutendes Kapitel mitteleuropäischer Sozialgeschichte erzählt: den Anton-Sacher-Hof. Errichtet in den frühen 1930er Jahren, war der Wohnkomplex weit mehr als nur ein Gebäude – er war Ausdruck einer sozialen Vision in Zeiten wirtschaftlicher Not. In tschechischen Dokumenten ist er als „Sachrův dvůr“ in der Fibichova-Straße bekannt und Teil der historischen Siedlung Fischern.

seliger-online 12.05.2026

Brünn als Zentrum demokratischer sudetendeutscher Tradition

Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien und Österreich diskutierten bei der dritten seliger-online-Veranstaltung 2026 „Brünn – Hauptstadt der demokratischen Sudetendeutschen“ über die demokratische und sozialdemokratische Tradition der mährischen Metropole.

Die Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Christa Naaß, begrüßte unter den Gästen auch die Wenzel-Jaksch-Preisträgerin Hanna Zakhari, langjährige Vorsitzende des Deutschen Kulturvereins Region Brünn (DKVB). Naaß verwies darauf, dass der Sudetendeutsche Tag 2026 erstmals in Tschechien in Brünn stattfinden werde. Die seliger-online-Veranstaltung solle daher auch zur Vorbereitung auf dieses historische Treffen dienen. Für die Seliger-Gemeinde sei es wichtig hervorzuheben, dass Brünn nicht nur ein Ort deutsch-tschechischer Verständigung, sondern auch eine Stadt mit einer reichen sudetendeutschen sozialdemokratischen Tradition sei. Geplant seien beim Sudetendeutschen Tag unter anderem eine Ausstellung zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie in Brünn sowie eine Diskussionsveranstaltung über Brünn als Zentrum sozialdemokratischen Exils im Jahr 1934.

Alexanders- bader Forum

Forum Bad Alexandersbaddie Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start

Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.

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Lorem ipsum

Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.

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