Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.
Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.
Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.
Kontakt:
Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München
Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de
Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:
SPD-Geschichtsforum: „Wir können der SPD Orientierung geben“
Die Arbeit des Gremiums soll in politische Strategien und das politische Handeln der Partei einfließen
Bei der ersten Sitzung des turnusmäßig neu berufenen Geschichtsforums der SPD am 23. Januar 2026 im Willy-Brandt-Haus in Berlin war auch die Seliger-Gemeinde, zusammen mit der AvS, als Gast eingeladen. Dr. Thomas Oellermann, der bereits am 22. Januar an einem Fachgespräch zum SPD-Grundsatzprogramm in der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Tim Klüssendorf und Dietmar Nietan dabei war, nahm an der Sitzung persönlich teil und stellte die Seliger-Gemeinde und ihre Arbeit kurz vor. Geschäftsführer Rainer Pasta schaltete sich aus München online dazu.
Christa Naaß, Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde (2.v.re) dankte den Kirchenlamitzern (v.l.) 2. Bürgermeisterin Esra Özekimci, Stadtarchivar Werner Bergmann, Bürgermeister Jens Büttner und Rudolf Röll (rechts) mit dem neu erschienenen „Gedenkbuch der Sudetendeutschen Sozialdemokratie“. (Foto: Katrin Lyda)
„Böhmen liegt nicht am Meer“
Im „Goldnen Löwen“ in Kirchenlamitz erinnert eine Ausstellung der Seliger-Gemeinde an die Lebensgeschichten vertriebener sudetendeutscher Sozialdemokraten.
„Böhmen liegt nicht am Meer“ - der Titel der aktuellen Ausstellung im Kirchenlamitzer „Goldnen Löwen“ erschließt sich nicht auf Anhieb. Er knüpft die Verbindung zu den weiten Wegen, die Sudetendeutsche nach ihrer Flucht auf sich nehmen mussten. Viele verschlug es weit weg von ihrer ursprünglichen Heimat, bis ans oder auch über das Meer. Und auch nach Kirchenlamitz, berichtet Katrin Lyda in der Frankenpost vom 29. Januar 2026. Bürgermeister Jens Büttner begrüßte am 26. Januar als Hausherr die Gäste der Ausstellungseröffnung in der „guten Stube der Stadt“. Das heutige Wohn- und Kulturhaus, ehemals Gasthof „Goldner Löwe“, ist ein wichtiger und geschätzter Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger in Kirchenlamitz. Mit großer Unterstützung des Freistaats Bayern mit Städtebaufördermitteln und Einbeziehung des Denkmalschutzes gelang es, einen langen Leerstand mit neuem Leben zu füllen und ein barrierefrei zugängiges Begegnungszentrum mitten im Herzen von Kirchenlamitz für alle zu schaffen. So bietet das Gebäude heute der Stadtbücherei und auch jetzt der Ausstellung der Seliger-Gemeinde einen sehenswerten Rahmen. Die Ausstellung, so der Bürgermeister weiter, knüpfe an das Gedenkjahr 2025 zu 80 Jahre Kriegsende an, das auch in Kirchenlamitz mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt worden war.
V.l.n.r.: Patrick Hüller (SPD-UB und OV-Vorsitzender), Bernd Wegmann (Co-Vorsitzender), Peter Schmid-Rannetsperger (Vorsitzender) Gert Hilger (Beisitzer), Conny Mader (Schatzmeisterin), Jürgen Zabelt (Beisitzer), Kurt Dobrauer (Beisitzer), Stadträtin Christine Blaschek (Beisitzerin), Christa Zabelt, Walter Zabelt, Adi Schlagmann (3. Bgm. a.D.), Alex Will (Schriftführer)




27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
"Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Was sie dort entdecken mussten, lässt der Welt, lässt uns noch heute den Atem stocken vor Abscheu und Entsetzen. Mehr als eine Million Menschen waren allein in Auschwitz zwischen März 1942 und November 1944 in einem beispiellosen Vernichtungswillen ermordet worden. "Auschwitz" steht heute als Begriff für den nationalsozialistischen Rassenwahn.
Unser Gedenken ist an diesem Tag bei den Millionen von Opfern dieses unsäglichen Mordens: Juden zuallermeist, aber auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, Kriegsgefangene, Menschen, deren Leben eine Politik mörderischen Rassenwahns sich angemaßt hatte, für "lebensunwert" zu erklären. Aber unser Gedenken beschränkt sich nicht auf diesen einen Tag". (Bundeskanzler Gerhard Schröder 1999)
Wilhelm Hoegner am 26. Januar 1956: Die Sudetendeutschen sind der „Vierte Stamm Bayerns“
Ehre, wem Ehre gebührt! Aufnahme in die Ruhmeshalle der Walhalla
Anlässlich des 70. Jahrestages der Bezeichnung der Sudetendeutschen als „Vierten Stamm“ erinnert Christa Naaß, Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde, die auch Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates ist, an Dr. Wilhelm Hoegner und dessen Leben:
Es war Ministerpräsident Wilhelm Hoegner, SPD-Politiker und Vater der Bayerischen Verfassung, der den Begriff des Vierten Stammes geprägt hat. Bei einer offiziellen Besprechung des Präsidiums des Sudetendeutschen Rates mit Wilhelm Högner am 26. Januar 1956 hat er diese als die „Vertreter des Vierten Stammes“ begrüßt.
Bereits im Jahr 1954 übernahm der Freistaat Bayern die Schirmherrschaft über die Sudetendeutschen.

Forum Bad Alexandersbad – die Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start
Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.
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Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.
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