Seliger Gemeinde

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ÜBER UNS                  O NÁS               ABOUT US

 

Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.

Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.

Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.

Kontakt:

Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München

Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de

 

 

Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:

        

   

Studienfahrt 2026

75 Jahre Arbeit für Dialog, Verständigung und Aussöhnung

- Begegnungsfahrt der Seliger-Gemeinde nach Prag und Trautenau

EINLADUNG

Beschreibung

Die Seliger-Gemeinde feiert in diesem Jahr ihren 75. Gründungstag und auf verschiedenen Veranstaltungen werden wir die Geschichte unserer Organisation Revue passieren lassen. Sehr wichtig ist uns hierbei, unsere Arbeit der letzten 75 Jahre auch mit unseren tschechischen Freundinnen und Freunden zu diskutieren, umso den deutsch-tschechischen Dialog zu stärken, der dann einen Beitrag dazu leisten kann, Lösungen für die großen gesellschaftspolitischen Fragen im Europa unserer Zeit zu bieten.

Der Austausch mit unseren tschechischen Freundinnen und Freunden soll im Rahmen unserer Studienfahrt stattfinden. Für diese nunmehr bereits vierte Fahrt haben wir wieder ein abwechslungsreiches Programm erstellt.

 

Bedeutende Persönlichkeiten

Herta Schober (1922-2018)

Herta Schober wurde am 2. Juni 1922 in Jägerndorf geboren. Sie wuchs in einem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus auf. Ihr Vater leitete das örtliche Arbeiterheim, das nicht nur als Versammlungsstätte, sondern auch als gesellschaftliches und kulturelles Zentrum der Jägerndorfer Arbeiterbewegung diente. Auf diese Weise kam Herta Schober bereits früh mit dem politischen und gemeinschaftlichen Leben der sudetendeutschen Sozialdemokratie in Berührung.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Vertreibung gelangte sie gemeinsam mit ihren Eltern zunächst nach Memmingen in Bayern. Im Jahr 1950 zog sie mit einer Gruppe von 20 weiteren Sudetendeutschen nach Stockholm. Dort arbeitete sie zunächst in einer Baumwollspinnerei. Später fand sie eine Anstellung in einem genossenschaftlichen Reisebüro, dessen Geschäftsräume sich im Zentrum Stockholms unweit des königlichen Schlosses befanden. Dort war sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1972 tätig.

Bedeutende Persönlichkeiten

Emil Werner (1913–1996)

Emil Werner wurde 1913 im Aussiger Vorort Lerchenfeld im damaligen Sudetenland geboren. Bereits in jungen Jahren schloss er sich der Sozialistischen Jugend an und engagierte sich später in der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP), der sozialdemokratischen Partei der deutschen Bevölkerung in der Tschechoslowakei. Die demokratischen und antifaschistischen Überzeugungen, die ihn früh prägten, bestimmten sein gesamtes weiteres Leben.

Mit der Besetzung der Tschechoslowakei durch das nationalsozialistische Deutschland geriet auch Werner unter den Einfluss des NS-Regimes. 1939 wurde er gegen seinen Willen zum Dienst in der Wehrmacht eingezogen. Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete für ihn keinen unmittelbaren Neuanfang, sondern zunächst die Herausforderung, den verfolgten und vertriebenen sudetendeutschen Sozialdemokraten zu helfen. Er beteiligte sich an der sogenannten Aktion Ullmann, einer koordinierten Hilfs- und Aussiedlungsaktion, die zahlreichen sudetendeutschen Antifaschisten die Ausreise aus der Tschechoslowakei ermöglichte. Im Jahr 1946 gelangte auch Emil Werner selbst nach München.

Bedeutende Persönlichkeiten

Dora Müller (1920–2009)

Dora Müller, geborene Schuster, wurde 1920 in der mährischen Metropole Brünn/Brno geboren. Sie wuchs in der demokratischen Atmosphäre der Ersten Tschechoslowakischen Republik auf, in einer Stadt, in der tschechische, deutsche und jüdische Kultur das öffentliche Leben gleichermaßen prägten. Ihr Elternhaus war tief in der deutschen sozialdemokratischen Bewegung verwurzelt. Ihr Vater Karl Schuster gehörte zu den führenden Persönlichkeiten der Brünner Deutschen Sozialdemokratie und arbeitete eng mit dem langjährigen DSAP-Vorsitzenden und tschechoslowakischen Minister Ludwig Czech zusammen. Dadurch kam Dora bereits früh mit den Idealen von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und konsequentem Antifaschismus in Berührung, die ihr gesamtes weiteres Leben bestimmen sollten.

Bedeutende Persönlichkeiten

 

Heinrich Müller jun. (1904 - 1977)

Heinrich Müller jun. wurde 1904 als Sohn des späteren DSAP-Politikers, Senators und Vorsitzenden des Arbeiter-Turn- und Sportverbandes (ATUS) Heinrich Müller und dessen Ehefrau Henriette geboren. Er wuchs in Aussig (Ústí nad Labem) in einem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus auf, in dem Politik, Arbeiterbildung und demokratisches Engagement den Alltag bestimmten. Früh schloss er sich der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) an und übernahm die politischen Überzeugungen seiner Eltern. Beruflich erlernte er das Bau- und Möbeltischlerhandwerk und entwickelte sich zu einem vielseitig begabten Handwerker.
 

Alexanders- bader Forum

Forum Bad Alexandersbaddie Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start

Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.

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Lorem ipsum

Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.

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