Europa
TOMÁŠ LINDNER, Leiter der Auslandsredaktion war zu Besuch in Waldkraiburg und recherchierte zur Geschichte Waldkraiburgs. Er wollte wissen, wie wie die Vertriebenen Sudetendeutschen Bayern veränderten (wirtschaftlich und gesellschaftlich) und wie lange es dauerte, bis sie in Bayern voll aufgenommen wurden. Er wurde begleitet vom Fotografen MILAN JAROŠ.
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Eine Zusammenfassung des Artikelinhalts in deutscher Sprache weiter unten.

Zeitzeugengespräch
V.l.n.r.: Gert Hilger (Stadtführer/Seliger-Gemeinde), Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš Fotograf, Walter Zabelt, Christa Zabelt, Peter Schmid-Rannetsperger (Vors. Seliger-Gemeinde)

Besuch bei Stadtarchivar Konrad Kern
V.l.n.r.: Stadtarchivar Konrad Kern, Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš
Zusammenfassung:
Der Artikel beschreibt das Schicksal der sudetendeutschen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere am Beispiel der Stadt Waldkraiburg in Bayern. Nach ihrer Vertreibung aus der Tschechoslowakei mussten viele Sudetendeutsche in ehemaligen NS-Rüstungsfabriken und provisorischen Unterkünften ein neues Leben beginnen. Waldkraiburg ist eines von fünf sogenannten „Vertriebenenstädten“ in Bayern, die nach dem Krieg fast ausschließlich von Vertriebenen gegründet und aufgebaut wurden.
Die Gemeinschaft war anfangs politisch und sozial gespalten – ehemalige Antifaschisten lebten neben früheren Anhängern des Henlein-Regimes. Dennoch mussten alle zusammenarbeiten, um die Stadt aufzubauen. Die Not der Nachkriegszeit und die gemeinsame Erfahrung des Verlusts der Heimat verband die Menschen. Demokratische Zusammenarbeit wurde erlernt, und mit der Zeit wurden auch politische Gegensätze überwunden.
Bayern nahm insgesamt etwa zwei Millionen Vertriebene auf, davon die Hälfte Sudetendeutsche. Die Integration war nicht immer einfach: Viele Einheimische begegneten den Neuankömmlingen mit Vorurteilen, und die Vertriebenen mussten sich oft mit beengten Wohnverhältnissen und harter Arbeit auf Bauernhöfen begnügen. Mit der Zeit entstanden jedoch neue Siedlungen und Stadtviertel, die bis heute an den Straßennamen und der Architektur erkennbar sind.
Die Vertriebenen brachten auch ihre handwerklichen und industriellen Fähigkeiten mit, was zur wirtschaftlichen Entwicklung Bayerns beitrug. Firmen wie Miraphone, gegründet von ehemaligen Instrumentenbauern aus Kraslice, wurden weltweit erfolgreich. Die Vertriebenenstädte wie Waldkraiburg und Geretsried entwickelten sich zu wirtschaftlichen Zentren ihrer Regionen.
Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Sudetendeutschen offiziell als „vierter Stamm“ Bayerns anerkannt. Die Integration in die bayerische Gesellschaft dauerte jedoch lange, und erst in den 1970er und 1980er Jahren wurden Ehen zwischen Einheimischen und Nachkommen der Vertriebenen zur Normalität. Heute leben in diesen Städten Menschen aus über hundert Nationen, und viele Traditionen der alten Heimat werden weiterhin gepflegt
Die bayerische SPD ruft alle Bürgerinnen und Bürger aus ganz Bayern sowie alle demokratischen Parteien und Verbände zu einer gemeinsamen Friedensdemo unter dem Motto "Frieden in Europa, Solidarität mit der Ukraine!" am Mittwoch, den 02.03.2022 um 18:00 Uhr auf dem Königsplatz in München auf.
An diesem Tag hätten sich die Parteien in Bayern eigentlich ihren traditionellen Schlagabtausch zum Politischen Aschermittwoch geliefert. Angesichts des erschütternden Kriegsausbruchs in der Ukraine haben alle demokratischen Parteien ihre Veranstaltungen abgesagt. Stattdessen soll nun ein gemeinsames und geschlossenes Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und Solidarität mit der Ukraine gesetzt werden. Alle demokratischen Kräfte sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel
U-Bahn: Linien U2/U8, Haltestelle Königsplatz
Bus: Linien 58/68/100, Haltestelle Königsplatz
Tram: Linien 27/28, Haltestelle Karolinenplatz sowie Linien 20/21/29, Haltestelle Stiglmaierplatz
Infektionsschutz
Wir haben immer noch eine Corona-Pandemie und möchten, dass Ihr gesund bleibt. Um ausreichenden Infektionsschutz zu gewährleisten, ist bei der Demonstration ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten und es gilt Maskenpflicht.

Forum Bad Alexandersbad – die Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start
Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.
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Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.
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